Die Institute schlagen vor, zusätzlich zum Primärenergiefaktor einen CO2-Faktor einzuführen. Hintergrund: Der Primärenergiefaktor als zentrales Steuerungselement der EnEV ist eine künstlich geschaffene Größe, die die Umwandlungseffizienz bei der Energiebereitstellung angibt. Prof. Dr. Gerald Linke, DVGW-Vorstandsvorsitzender: „Die bisherige Formel zur Berechnung der Primärenergiefaktoren ist nicht geeignet, Energieeffizienz und CO2-Emissionen transparent abzubilden. Dieser Fehler muss jetzt rasch korrigiert werden. Die Rahmenbedingungen müssen technologieoffen und energieträgerneutral gestaltet werden.“
Der vorgeschlagene CO2-Faktor erlaube eine realistischere Bewertung des Einflusses des Energieträgers auf das Klima. Der zusätzliche Faktor könne laut den Instituten auch schrittweise eingeführt werden. Auf diese Weise könnten sich Verbraucher, Heizgerätehersteller und die Wohnungswirtschaft auf die veränderten Anforderungen einstellen.
Eine im Februar 2016 vom Wuppertal Institut vorgelegte wissenschaftliche Studie bescheinigte dem Primärenergiefaktor bereits eine fehlende Lenkungswirkung in Richtung Klimaschutz (Kommentar der TGA-Redaktion). ■