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TGA-Hersteller

Ziehl-Abegg meldet Umsatz­rück­gang von 7 % im Jahr 2024

Ilias Fotiadis montiert bei Ziehl-Abegg in Kupferzell einen Axialventilator.

Ziehl-Abegg / Rainer Grill

Ilias Fotiadis montiert bei Ziehl-Abegg in Kupferzell einen Axialventilator.

2024 ist bei Ziehl-Abegg der Umsatz um rund 7 % ge­sun­ken. Anfang 2025 zog der Auf­trags­ein­gang be­son­ders durch den Bau von Rechen­zen­tren in den USA und in Asien wieder deutlich an.

Mit einem Umsatz von 893 Mio. Euro lag Ziehl-Abegg 2024 rund 7 % unter Vorjahr (2023: 955 Mio. Euro). Besonders in Deutschland war die Zurückhaltung mit einem Minus von mehr als 20 % deutlich, aber auch das restliche Europa blieb hinter den Erwartungen zurück. Dagegen legte das Geschäft in Nordamerika und in Südamerika deutlich zu, in Asien wuchs es leicht. Die Lufttechnik-Sparte machte erneut den Löwenanteil des Geschäfts aus (90 % des Umsatzes), die Antriebstechnik trug 10 % bei.

Trotz der Marktschwäche hielt Ziehl-Abegg an seiner langfristigen Strategie fest, regional zu entwickeln und zu produzieren. Entlassungen gab es keine – die Minderauslastung wurde gezielt über Zeitarbeit und Kurzarbeit abgefedert. Insgesamt ist die Mitarbeiterzahl bei Ziehl-Abegg von 5000 auf 5300 gestiegen. Der Personalaufbau fand im Ausland statt; an den drei deutschen Standorten sind unverändert 2800 Menschen beschäftigt.

Langfristiges Wachstumskonzept

Neben den Marktveränderungen war 2024 auch von bedeutenden Investitionen geprägt: Im August wurde in den USA ein neues Werk eröffnet – mit 100 Mio. Euro die größte Einzelinvestition der Unternehmensgeschichte. Bereits im Frühjahr 2024 nahm in Vietnam eine weitere Produktionsstätte den Betrieb auf. Ende 2023 wurde in Polen ein neues Werk errichtet – geplant für den erwarteten Boom bei Ventilatoren für Wärmepumpen, der allerdings ausblieb. „Lange Transportwege verteuern die Produkte und sind auch ökologisch nicht sinnvoll“, erklärt Joachim Ley, Vorstandsvorsitzender von Ziehl-Abegg. „Diese Investitionen unterstreichen unser langfristiges Wachstumskonzept, erfordern aber auch strikte Kostendisziplin, trotz der vollen Auftragsbücher.“

Ausblick: Wachstumstreiber für 2025

Die Nachfrage nach energieeffizienten Lösungen für Rechenzentren wächst stark. In den USA und Asien setzen Betreiber verstärkt auf Hochleistungslüfter von Ziehl-Abegg, um die Energieeffizienz ihrer Anlagen zu optimieren. Dieser Trend sorgt bei Ziehl-Abegg für Optimismus für das Jahr 2025.

Zahlen zum Gewinn veröffentlicht Ziehl-Abegg traditionell nicht – klar kommuniziert wurde aber: 2024 war wirtschaftlich nicht zufriedenstellend. Umso wichtiger sei der starke Start im Jahr 2025. Ley: „Das Unternehmen ist global bereit fürs Wachstum – wir haben unsere Hausaufgaben gemacht.“ ■
Quelle: Ziehl-Abegg / jv

Der Artikel gehört zur TGA+E-Themenseite SHK-TGA-Hersteller-Bilanzen

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